• Wiener Tierhaltegesetz: Leben mit & ohne Hund in Wien.

    Ab dem Heutigen Tag (19.2.2019) wird das Hundeleben in Wien nicht mehr so leicht, denn die Novelle 12 tritt in Kraft. Diese Novelle bringt nicht nur für „Listenhundehalter“ Änderungen, sondern für alle. Um Konflikte zu vermeiden haben wir für euch eine Zusammenfassung & Verhaltenstipps für alle WienerInnen und HundehalterInnen.


    Kurze Zusammenfassung:

    Listenhundehalter & Halter von bissigen Hunden müssen ihre Hunde ab jetzt mit Maulkorb und Leine führen, nur in umzäunten Hundezonen darf auf Maulkorb & Leine verzichtet werden. In Freilaufzonen darf die Leine ab, aber NICHT der Beißkorb, der muss oben bleiben.

    Für alle gilt:
    Ab 1. Juli 2019 hat jede Person vor Anschaffung eines Hundes einen Sachkundenachweis zu erbringen. Ausgenommen sind Personen die in den letzten zwei Jahren nachweislich einen Hund gehalten haben.

    Wenn ein nicht Listenhund einen anderen Hund verletzt, gelten für ihn die gleichen Auflagen wie für einen Listenhund.

    Wird ein Mensch durch ein Tier schwer verletzt oder getötet, wird der Hund abgenommen und eingeschläfert, es sei denn, die gebissene Person hat sich zumindest grob fahrlässig der Gefahr durch den Hund ausgesetzt.

    Dabei ist zu beachten, dass ein Knochenbruch auch eine schwere Körperverletzung ist, daher sollte man aufpassen wenn Jogger, Radfahrer, oder kleine Kinder in der Nähe sind.

    Personen, die sich in einem durch Alkohol oder Suchtgift beeinträchtigten Zustand befinden, dürfen an öffentlichen Orten keinen Hund führen.


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    Verhaltenstipps für HundehalterInnen:

    Achtsamkeit:
    Wir empfehlen achtet auf eure Hunde, geht sorgsam mit ihnen um, und meidet den Kontakt zu fremden Menschen oder Tieren.

    Kommunikation:
    Kommuniziert klar und deutlich, dass ihr keinen Kontakt wollt, und falls notwendig nehmt den Hund zu euch/stellt euch vor euren Hund.

    Konflikte vermeiden:
    Vermeidet Situationen in denen der Hund gestresst werden könnte, lernt die Körpersprache eurer Hunde zu erkennen. Geht Menschen aus dem weg die eure Hunde ungefragt anfassen oder ansprechen.

    Spielgefährten Ja, aber nur in geschütztem Umfeld:
    Am besten ist man beschränkt sich auf bekannte HundehalterInnen und Hunde. Falls man dann doch mal neue Spielgefährten für seinen Hund will, sollte man das vorher mit dem/der HalterIn abklären, nicht ungefragt hingehen.


    An die Menschen ohne Hund:

    Bitte macht es uns nicht noch schwerer!
    Fasst fremde Hunde NICHT ungefragt an, egal wie süß sie sind und egal ob der Hund dann knurrt oder nicht. Erstens ist es einfach nur unhöflich und SEHR unangenehm. Zweitens ihr wisst nie wie der Hund reagiert, es gibt traumatisierte Hunde, oder Hunde die einfach NICHT von Fremden angefasst werden wollen. (Ihr wollt selber bestimmt auch nicht von Fremden angefasst werden)

    Fiepen, Pfeifen und Knacken:
    Das selbe gilt für jegliche Geräusche die man macht um die Aufmerksamkeit des Hundes zu gewinnen, dies ist ebenfalls SEHR unhöflich… und nervt einfach nur. Wenn ihr Kontakt zu einem Hund wollt, dann fragt ihr am besten Frauchen/Herrchen, die wissen nämlich am besten was ihr Hund will und was gut für ihn ist.

    Kleine Kinder:
    Kinder & Hunde, können unfassbar süß miteinander sein – aber bitte nicht in den Öffies oder auf der Straße! Liebe Eltern bitte bringt die oben angeführten Verhaltensregeln euren Kindern bei. Ich weiß es ist schwer, wenn da ein süßer Hund sitzt dem Kind zu erklären, dass man NICHT einfach hinrennt und ihn anfassen oder mit ihm spielen kann. Es dient nur der Sicherheit eures Kindes, wenn ihr darauf achtet, dass sie nicht schreiend und kreischend zu fremden Hunden hin rennen und sie gleich anfassen…oder noch besser den Hund am Schwanz ziehen. 

    Wenn eure Kinder den richtigen Umgang mit Hunden gelernt haben und alt genug sind, könnt ihr oder euer Kind gerne den/die HundehalterIn fragen ob es ok ist den Hund zu streicheln.


    Wenn man den Kontakt zu einem fremden Hund sucht ist es am besten, man fragt den/die HundehalterIn, denn nicht jeder Hund will von Fremden angefasst werden. Grundsätzlich gilt, all das was ihr bei einem fremden Menschen nicht ungefragt machen würdet macht ihr bitte auch nicht bei fremden Hunden.

    Weitere Infos zu der neuen Novelle findet ihr HIER: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LgblAuth/LGBLA_WI_20190218_12/LGBLA_WI_20190218_12.pdfsig?fbclid=IwAR3xQIRsSyqHsV8DdFhV6kkFQflF1U8tzTbHZwlORGpiGn044ADuBxW520U

    Passt bitte auf euch und eure Lieblinge auf,
    und behandelt eure Mitmenschen mit Anstand und Respekt!
    Euer Stadthunde-Team

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  • Sandra, Thomas & Lola

    Sandra, Thomas und Lola sind immer gemeinsam in Wien unterwegs. Sie haben uns erzählt was sie an dem Leben in der Stadt so schätzen und was besser funktionieren könnte.

     
    Erzähl uns bitte ein bisschen von eurer Geschichte: Wie habt ihr zueinander gefunden?

    Ich bin mit Hunden aufgewachsen (Sandra). Als unser letzter Hund dann sehr jung verstorben ist, und meine Oma krank wurde, war das Thema Hund eigentlich abgeschlossen, da meine Eltern beide Vollzeit arbeiten und keine Zeit für einen Hund haben. Für mich war das Thema aber nie wirklich abgeschlossen, ich hab es immer vermisst, von einem Hund begrüßt zu werden beim heimkommen, etwas hat einfach gefehlt. Als ich dann nach Wien zog schwankte ich immer mit dem Gedanken mir einen Hund anzuschaffen, es war mal mehr und mal weniger seriös. Als ich dann Thomas kennenlernte und unsere Freunde sich auch einen Hund anschafften waren die Umstände sozusagen perfekt. Dann fehlte nur noch der passende Hund! Und als ich dann Lola im Inserat auf Animalhope gesehen hab, hab ich gewusst – sie muss es werden! Eine Woche später sitzen wir im Auto heim von der Pflegestelle, mit einem kleinen weißen Fellknäuel im Arm ☺

    Wie organisiert ihr Studium, Arbeit und Hund?

    Wir haben Lola von klein auf ans Alleinesein gewöhnt, weil wir wussten, dass sie von Zeit zu Zeit länger alleine bleiben muss. Da Thomas Vollzeit arbeitet und ich auch teilweise jeden Tag 8h Uni habe, kommt es vor, dass Lola auch mal den ganzen Tag alleine bleiben muss. Sie ist es jedoch wie gesagt gewohnt und hat sich (zu unserer Verwunderung) von anfang an vorbildlich alleine daheim benommen. Wir können uns jedoch so glücklich schätzen, dass wir Freunde haben, die uns unterstützen, wann immer sie Zeit haben. Das heißt, wenn wir beide länger nicht daheim sind, verbringt Lola manchmal einen Spieletag bei ihren Freunden. Auch umgekehrt, wenn jemand im Urlaub ist, helfen wir uns alle gerne gegenseitig aus und nehmen Hunde bei uns auf, einfach weil wir finden, dass es für alle beteiligten am Besten ist, wenn die Hunde beisammen sind, und keine Hund in eine Hundepension oder so gehen muss, wo er/sie niemanden kennt. Außerdem sind Freunde dafür da ☺

    Bitte beschreibt euren typischen (Stadt)-Alltag mit Hund.

    Wir gehen meistens morgens mit Lola in die Hundezone, dort kann sie sich, je nachdem welche Spielgefährten da sind, austoben und danach schläft sie eigentlich meistens bis zum Nachmittag durch. Je nachdem, wie es Studium oder Job zulassen gehen wir dann meistens in den Auer Welsbach Park, treffen (Hunde)freundInnen, oder machen Ausflüge. Wenn weniger Zeit für Ausflüge oder Spazierengehen bleibt, beschäftigen wir uns daheim sehr viel mit ihr, versuchen, ihr dennoch etwas Spaß zu ermöglichen. Lola ist ein sehr ruhiger Hund, und akzeptiert es auch problemlos, wenn wir an manchen Tagen keine Zeit haben, lange Spaziergänge mit ihr zu unternehmen.

    Wo liegen eurer Meinung nach die größten Herausforderungen beim Stadtleben mit Vierbeinern?

    Die größte Herausforderung oder eher Angst unsererseits ist, dass Lola Gift erwischt, was immer wieder ausgelegt wird. Besonders im Auer Welsbach Park hört man des öfteren, dass Hunde etwas erwischen und es nicht immer gut ausgeht. Eine weitere Herausforderung ist derzeit noch, dass Lola noch nicht kastriert ist. Während ihrer Läufigkeit können wir dann nur Spaziergänge machen und müssen Hundezonen meiden, außer es sind keine Rüden unterwegs. Wir sind dennoch noch sehr unschlüssig, ob wir Lola kastrieren lassen sollen oder nicht.

    Wenn ihr was unternehmt, ist da Lola immer dabei? Und wie sieht das bei euch aus, was sind Unternehmungen die ihr gerne mit Lola gemeinsam macht?

    Lola ist praktisch immer mit dabei. Ausnahmen sind nur, falls Restaurants Hunde nicht erlaubt, die Unternehmung für sie unnötig viel Stress bedeuten würde, oder wir ohne Lola einfach schneller sind, zum Beispiel beim Einkaufen gehen. Abgesehen von diesen Gründen versuchen wir, Lola immer und überall mit hinzunehmen, wir haben das auch von Anfang an gemacht und somit ist sie sehr daran gewöhnt, z.B. in Restaurants Ruhe zu geben. Auch in den Urlaub nehmen wir Lola sehr gerne mit. Dann achten wir natürlich darauf, dass wir Hotels auswählen, in denen Hunde erlaubt und auch gerne gesehen sind. Erst im Sommer waren wir in der Steiermark wandern, dabei war Lola sehr in ihrem Element, sie liebt es zu klettern und war wohl am Ende des Tages am wenigsten erschöpft von uns dreien. In Wien gehen wir sehr gerne am Wilheminenberg spazieren, im Wienerwald, oder schlendern einfach zu dritt durch die Stadt.

    Habt ihr ein paar Tipps für das Stadtleben mit Hund, die ihr uns verraten möchtet?

    Das wichtigste ist wohl, den Hund von klein auf auf die Stadt zu gewöhnen. Wir denken ein Hund sollte besonders in der Stadt neben lauten Straßen oder in engen Fußgängerzonen brav an der Leine gehen können, und sich dabei ruhig verhalten. Hundeparks sind eine super Möglichkeit, den Hund von klein auf mit anderen Hunden zu sozialisieren. Lola hat dabei eine sehr große Entwicklung durchgemacht. Sie war Anfangs sehr schüchtern und ängstlich, jetzt spielt sie am liebsten mit den ganz Großen. Bei Hundezonen/parks sollte man am Anfang darauf achten ,wenn der Hund noch nicht so auf einen gewöhnt ist, dass man eingezäunte Plätze vor uneingezäunten Parks bevorzugt. Wir waren anfangs immer im Hadikpark, welcher direkt neben dem Auer Welsbach Park ist, da Lola noch nicht 100% brav gekommen ist. Seit sich das gebessert hat, gehen wir eigentlich nur mehr in den Auer Welsbach Park, obwohl der Hadikpark auch sehr groß und schön ist.

    Was würdet ihr euch wünschen damit das Leben in der Stadt mit Hund sich für euch noch einfacher gestaltet?

    Besonders in der Gegend um unsere Wohnung ist es leider der Fall, dass sehr viele HundehalterInnen keine Gacki-Sackerl verwenden. Das ist einerseits eine enorme Geruchsbelastung, wenn man morgens spazieren geht, und andererseits für Lola auch eine extreme hygienische Belastung. Man kann nicht ununterbrochen schauen, ob Lola an etwas schnuppert, was nicht sehr gesund aussieht, oder nicht. Außerdem sind einige Leute im Viertel bereits verärgert und starren einen an, wenn sie sehen, dass Lola ihr Geschäft erledigt (obwohl wir es immer aufsammeln). Wir würden uns wünschen, dass andere HundehalterInnen in dem Fall pflichtbewusster agieren und sich darum bemühen, dass Grünflächen Grünflächen bleiben und nicht gänzlich zu Hundeklos werden.

    Zum Abschluss: Was ist für euch das Schönste am Zusammenleben mit einem Hund – gerade in der Wien?

    Am meisten an Wien schätzen wir, dass es so eine enorm grüne Stadt ist. Wir waren mit Lola schon in vielen anderen Städten in Europa, die alle durchaus schön waren, jedoch keine einzige Stadt hat soviele Grünflächen mit Hundeparks wie Wien. Sehr schön ist auch, dass in Wien fast in jedem Lokal Hunde erlaubt sind. Auch das ist keineswegs Standard in europäischen Städten. Das Schönste am Leben in der Stadt mit Hund ist allerdings, dass nicht nur Lola, sondern auch wir hier Freunde gefunden haben. Es ist toll, nicht immer alleine mit Lola in den Park zu gehen, sondern sich mit Freunden zu treffen, und Lola eine riesige Freude mit ihren Spielgefährten bereiten zu können.

    Wenn ihr mehr von Sandra, Thomas & Lola sehen wollt könnt ihr Sandra auf Instagram folgen, sie macht wundervolle Bilder von ihren Reisen und Ausflügen. 

  • Julia, Philipp & Fux Sanjo

    Julia und Philipp haben Anfang 2014 Fuxherz gegründet. Seit Beginn ist Sanjo fixer Bestandteil im Fuxherz-Team. Sanjo ist nicht nur Inspiration und Model, sondern auch Locationscout für Fuxherz!

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    Erzählt uns bitte ein bisschen von eurer Geschichte: Wie habt ihr zueinander gefunden?

    Angefangen hat Sanjo nur als Pflegehund der Tierschutzorganisation Animal Hope Nitra.
    Dort gibt es die Möglichkeit, einen Hund aus dem Tierheim in der Slowakei zu adoptieren und sich um diesen Hund zu kümmern, bis er einen fixen Besitzer findet.
    Vor Sanjo hatten wir schon einen Hund zur Pflege der ein Notfall war und operiert werden musste. Dieser war dann auch nach einem Monat vermittelt. Wir fanden dies eine gute Sache, da wir uns wegen unserem ungeregelten Tagesablauf keinen Hund fix nehmen wollten, haben wir wieder Hunde bei Animal Hope Nitra durch geschaut, um uns wieder einen Pflegehund zu holen. Durch ein Foto, wo Sanjo dicht an die Gitterstäbe gedrückt schläft, bin ich auf ihn aufmerksam geworden.
    Als ich dann noch heraus fand, dass er schon seid 2 Jahren im Tierheim ist, war die Sache klar.
    Als er dann allerdings bei uns ankam, waren wir etwas „erschrocken“ da er im Gegensatz zu unserem vorherigen Pflegehund, der ein kleiner Spitz/Corgie Mischling war, uns super groß erschien.

    Am Anfang gab es super viele Interessenten für ihn, die allerdings alle Kleinkinder oder Katzen hatten, was für uns ein absolutes Ausschlusskriterium war, da er doch ein aktiver Hund ist und weder Kinder noch Katzen besonders prickelnd findet.

    Mit der Zeit hat sich dann kaum noch jemand für ihn interessiert, und wir haben Sanjo auch immer mehr ins Herz geschlossen und auch unseren Alltag um ihn herum gebastelt, was zum Glück doch ganz gut funktioniert, wenn man studiert, Selbstständig und zu zweit ist. Nach über einem Jahr hat sich dann ein junges Pärchen für ihn interessiert, die wollten wir kennen lernen, aber eigentlich war uns schon klar, dass wir diesen großartigen Hund nicht mehr abgeben.
    Als die beiden dann nicht zum vereinbarten Treff und Zeitpunkt erschienen sind und auch nicht an ihr Handy gegangen sind, war das für uns das „ultimative Zeichen“ dass dieser Hund zu uns gehört und es wohl auch sein soll.

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    Sanjo wird ja sehr stark bei euch eingebunden. Was ist denn seine Aufgabe bei Fuxherz?

    Sanjo ist für uns Inspiration, Model und Ruhepol.
    Bei der ein oder anderen Tasche durfte er schon mal Model sitzen um die Anatomie besser nachvollziehen zu können. Wir nehmen ihn eigentlich überall hin mit wo es geht und erlaubt ist, da er lieber bei uns ist (vor allem bei Julia= Mamakind delux!) als alleine oder mit dem Mitbewohner zuhause.
    Auch auf Märkten ist er ab und zu dabei, am Anfang genießt er auch die Aufmerksamkeit und ist auch ein bisschen „Kundenmagnet“, wenn es ihm reicht, legt er sich unter den Tisch und schläft.
    Wenn es bei uns stressig ist, erinnert uns Santo gerne mal daran, das er auch noch da ist und JETZT einen langen Spaziergang in Neuwaldegg, oder auf der Donauinsel braucht, was uns dann natürlich auch gut tut, den kopf durchlüftet und uns wieder runterbringt. Von selber fährt man ja in einer stressigen Zeit eher selten raus oder kommt auf die Idee mal raus zu fahren.
    Ohne Ihn hätten wir die Locations für unsere Foto-Shootings nie gefunden.

    Bitte beschreibt euren typischen (Stadt)-Alltag mit Hund.

    Sanjo ist ein absoluter Langschläfer. Da hat er sich uns ziemlich gut angepasst. Wenn man mit Ihm vor neun Uhr raus gehen will sieht er einen beleidigt an, streckt sich auf seinem Platz, gähnt und dreht sich um. Das heisst für uns, dass das erste Gassi gehen meist gemütlich erst nach dem Frühstück stattfindet. Wir wohnen im siebten Bezirk, deshalb sind die „normalen“ Gassi Touren leider etwas langweilig für ihn, und wenig grün. Deshalb schauen wir, dass wir so oft es geht mit ihm raus ins Grüne fahren, was uns natürlich auch sehr gut tut.

    Mit dem Alter wird er langsam ein ziemlich fauler Kerl und wenn wir arbeiten, zuhause oder im Atelier liegt er gerne in einem Sonnenfleck, oder vor dem warmen Ofen und grummelt laut vor sich hin, wenn man ihn dabei stört.

    Wo liegen eurer Meinung nach die größten Herausforderungen beim Stadtleben mit Vierbeinern?

    Wahrscheinlich darin dem Hund genug Abwechslung zu bieten. Ohne Auto ist der Aktionsradius den man hat eigentlich doch beschränkt. Und Öffis fahren ist mit dem Hund auch nicht immer eine Freude ( prall gefüllte Sauna-U6 im Sommer). Da muss man schon manchmal aufpassen. Es gibt leider Stadthunde, die sehen nichts anderes als zweimal am Tag Strasse rauf, Strasse runter.

    Und man muss auch sagen, dass Sanjo durch seine  Zeit als Strassenhund doch das eine oder andere Problemchen hat, an dem man zwar arbeiten kann, aber es ist schwierig. Dazu zählen: Menschen mit Krücken/Gehstöcken, Motorräder und Autos bei Regen.

    Ach ja! UND Tauben! Sanjo hat aus seiner Straßenhund Zeit einen starken Jagdtrieb behalten.
    Da ist oft Tauben-Ausweich-Slalom bei uns angesagt.

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    Habt ihr ein paar Tipps für das Stadtleben mit Hund, die ihr uns verraten möchtest?

    Man kann die Stadt nur schwer ändern, also muss man sie zusammen mit dem Hund entdecken um etwas zu finden, wo der Hund spaß hat. Also einfach drauf los spazieren, die verschiedensten Hundezonen aufsuchen und ausprobieren. Den Hund am besten in alle Unternehmungen mit ein binden, solange sie keine Stress für den Hund bedeuten. Sei es nun der Cafehaus besuch, der Sommer im MQ, oder auch der Barbesuch. solange es nicht zu laut und zu überfüllt ist, ist das meistens eigentlich kein Problem, es wird meistens von den Besitzern zum Problem gemacht. Wenn es dem Hund nicht taugt, merkt man das als Besitzer eh schnell. Vor allem muss man aber auch raus aus der Stadt, die Stadt hat auch ihre Grenzen.

    Was würdet ihr euch wünschen damit das Leben in der Stadt mit Hund sich für euch noch einfacher gestaltet?

    Mehr Grünzonen, wo der Hund erlaubt ist! In viele Parks ist leider Hundeverbot, da bleiben nur die Hundezonen, die aber meisten kahl, langweilig, zu klein, vollgeschissen und teilweise mit merkwürdigen Gestalten und deren unverträglichen Hunden gefüllt sind. An sich finden wir aber, dass Wien eine sehr tolerante Hundestadt ist, in den meisten Cafés und Geschäften sind Hunde erlaubt.

    Und weniger Tauben wäre toll! 😉

    Zum Abschluss: Was ist für euch das Schönste am Zusammenleben mit einem Hund – gerade in der Stadt?

    Das uns der Hund raus bringt, in andere Gegenden bringt, wo man sonst wohl kaum hin kommen würde, es ist teilweise ein richtiges Entdecken was für Ecken es in Wien gibt. Dazu lernt man durch den Hund immer wieder neue Leute kennen.