Giftköder: Wie schützt du deinen Hund am besten

Giftköder sind derzeit leider wieder ein großes Thema, in den letzten paar Monaten hört man immer wieder von Giftköder-Vorfällen. Mittlerweile warnt sogar die Wiener Polizei davor und veröffentlicht Aufklärungsvideos. Da es zurzeit wirklich schlimm ist, haben wir für euch recherchiert und die besten Tipps, wie man den Hund davor schützt zusammengefasst.

Die häufigsten Giftköder:

Die häufigsten Giftköder sind Wurst, Fleisch oder Leckerlies mit Rattengift oder Schneckenkorn, jedoch verstecken manche „Hundehasser“ auch Rasierklingen, Nägel oder andere scharfen Objekte in Wurst und Fleischstückchen.

Wie schütze ich meinen Hund:

Achtsamkeit:
Grundsätzlich sollte man immer aufpassen, was der Hund zu sich nimmt. Denn selbst wenn er nur „heruntergefallene“ Leckerlies isst, kann es sein dass euer Hund diese nicht verträgt und Durchfall bekommt. Auch könnt ihr durch Achtsamkeit Giftköder entdecken und diese der MA60 oder der Polizei melden, bevor ein Hund zu Schaden kommt. (dafür packt man den Giftköder am besten in ein „Gacki-Sacki“ und bringt es direkt in die Polizeiwachstelle).

„Anti Giftköder Training“:
Wird mittlerweile vermehrt von Hundeschulen angeboten, teilweise gehört es schon zum Grundkurs dazu. Dem Hund wird beigebracht, dass er nichts vom Boden essen darf. Zusätzlich dazu kann man beim Gassi gehen auch besonders leckere Leckerlies mit sich führen um somit alles andere an Essen uninteressant wirken zu lassen.

Beißkorb:
Diese Methode ist besonders dann zu empfehlen wenn man in einem „Risikogebiet“ wohnt, denn durch den Beißkorb kann der Hund nur sehr schwer Giftköder aufnehmen. Wenn man den Hund von der Leine lässt ist der Beißkorb nicht nur verpflichtend sondern auch ein guter Schutz gegen Giftköder.

Pfoten abwaschen:
Ja, es ist super lästig und die wenigsten Hunde mögen es, die Pfoten gewaschen zu bekommen, doch es kann auch sein, dass auf dem Boden giftiges Pulver verstreut wurde. Dieses würde euer Hund bei der nächsten Pfotenpflege zu sich nehmen. Daher nicht nur aus hygienischer Sicht, sondern auch zur Sicherheit eures Hundes: Nach dem Gassi gehen Pfoten mit einem nassen Fetzen abwischen.

Für den Fall, dass es doch passiert: Aktivkohle Tabletten 
Sollte es doch mal passieren, dass euer Hund einen Giftköder aufnimmt, dann solltet ihr SOFORT zu einem Tierarzt. Hier gilt es, keine Zeit zu verlieren und schnell zu handeln. In manchen Fällen hilft Aktivkohle, um Giftstoffe zu binden. Euer Tierarzt weiß aber in jedem Fall, was zu tun ist.

Symptome für einen verschluckten Giftköder sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemstörungen
  • Atemstillstand
  • übermäßiges Hecheln
  • helle Schleimhäute im Rachenbereich
  • starkes Speicheln
  • schwankender Gang/Taumeln
  • Lähmungserscheinungen
  • Bewusstlosigkeit
  • Krämpfe
  • schneller Herzschlag/Herzstillstand
Hilfreiche Apps & Plattformen:

Tierfreunde WhatsApp-Giftköderwarnung:
Der WhatsApp-Infokanal der Tierfreunde warnt bei Giftköderfunden sofort über WhatsApp & ist kostenlos. Sollte man selber einen Giftköder finden, kann man nach der Meldung bei der MA60 & der Polizei eine E-Mail an: warnmeldung@giftwarnkarte.info schicken.

giftwarnkarte.info ist eine Website mit einer übersichtlichen Karte über alle Giftköder-Fundorte & Risikogebiete, somit wisst ihr immer, welche Gebiete ihr mit euren Hunden lieber meidet, bzw. wo ihr besonders vorsichtig sein müsst.

Falls ihr Tipps habt, wie man sich am besten schützt, schreibt sie uns bitte in die Kommentare 🙂

Passt bitte auf euch und eure Lieblinge auf! 
Euer Stadthunde-Team

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