Nina & (Herr) Karl

Viele HundehalterInnen kennen das Problem, ein Hund kommt ins Haus, doch das ganze Zubehör ist oftmals suboptimal, passt nicht zum eigenen Stil und ist in den seltensten Fällen nachhaltig. Nina und Karl haben sich diesem Problem gewidmet und einfach Herr Karl gegründet, ein nachhaltiges und stylisches Hundelabel. 

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Erzähl uns bitte ein bisschen von eurer Geschichte: Wie habt ihr zueinander gefunden?

Ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen und habe so quasi auch die Liebe zu Hunden von zuhause mitbekommen. Während meinem Studium und meiner Arbeit für größere Konzerne ist mir das Zusammenleben mit Hund immer wahnsinnig abgegangen und ich bin ja auch die typische “crazy dog lady” die auf der Straße stehen bleibt und Hunden nachschaut, sie streichelt und alle in meiner Umgebung zwingt auch hinzuschauen. Letzten Winter festigte sich dann bei mir der Wunsch selbständig zu werden und mir endlich auch meinen großen Traum, nämlich einen Hund zuzulegen, zu erfüllen. Ich hatte dann schon alles im Kopf geplant, also wie ich und mein zukünftiger bester Freund täglich in die Arbeit gehen, ich mein Leben mit Hund bestreite, wir wandern gehen, gemeinsam auf dem Sofa kuscheln etc. Geplant war eigentlich schon immer das ich einen Hund aus einer Tötungsstation adoptiere. Wunsch war ein Weibchen ca. 2-4 Jahre alt, spielfreudig und aktiv. Doch mit Karl kam alles anders. Nachdem mir eine Organisation dann von einem „Notfall“ aus Oberösterreich erzählte, einem 6 jährigen, unkastrierten, leicht hinkenden Malteser Rüden, war ich ehrlich gesagt nicht gleich so begeistert wie ich es mir erhofft habe. Doch Karl kam, sah und siegte. Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Zudem war er auch mangelernährt und brauchte dringend einen Pulli und naja so begann dann auch meine Firma „Herr Karl“. Ich merkte, dass ich für meinen persönlichen Herrn Karl einfach nichts passendes an Zubehör finden konnte und schon gar nichts was fair produziert wird, oder ich mir in die Wohnung stellen möchte. Also hab ich durch meinen Karl nicht nur meinen besten Lebensgefährten (natürlich neben meinem Freund 🙂 ) gefunden, sondern auch durch ihn mein Unternehmen gegründet. Dankbarer könnte ich ihm und dieser Fügung des Schicksals also gar nicht sein!

#adoptdontshop

Wie bist du dazu gekommen „Herr Karl“ zu gründen? Hast du vor in Zukunft, weiteres Hundezubehör wie Jacken, Spielzeug, etc. in euer Sortiment zu nehmen?

Der Hauptgrund, wie bei so vielen Gründern, war tatsächlich, dass ich etwas gesucht habe, dass es so nicht gibt und darauf hin es dann einfach gemacht habe. Ich wollte langlebige Produkte, für die kein anderes Tier zu Schaden kommt, die fair produziert sind und dabei noch richtig stylisch ausschauen. Für mich ist mein Karl eine Verlängerung von mir selbst, also will ich auch, dass er gut ausschaut, das Bett in meinem Wohnzimmer zu meiner Einrichtung passt und jedes Teil auch ein bisschen ein Statement setzt.

Natürlich gibt es in meinem Kopf noch ca. tausend Ideen die ich gerne umsetzen würde, aber wie bei allem im Leben muss man sich da auch manchmal selbst zurück nehmen und dem Ganzen Zeit lassen. Uns gibt’s ja auch noch nicht allzu lange und dieses organische Wachstum und das tolle Feedback was wir vom Markt einfach bekommen, gibt Hoffnung auf mehr. Als kleiner Teaser auch schon jetzt – mein Herzprojekt „Pullis“ wird in kleiner Auflage jetzt bald gestartet.

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Bitte beschreibe deinen typischen (Stadt)-Alltag mit Hund.

Karl ist ja eigentlich ein ruhiger und schon ein bisschen älterer Hund, deswegen geht’s für uns nicht allzu stressig los. Er hat nur seine „damischen“ Minuten in der Früh, aber sobald er dann unten war und gefrühstückt hat, verfällt er wieder in seinen Schlafrythmus und alles ist gut. Ich habe mir eigentlich angewöhnt ihn überall mitzunehmen, weil er gern Neues sieht und super neugierig ist. U-Bahn, Straßenbahn oder Auto mitfahren ist für ihn eigentlich gar kein Problem und wenn zu viele Leute um uns herum stehen, dann heb ich ihn gerne mal auf. Wenn er nicht bei mir ist oder ich weiß dass er bei mir keinen allzu lustigen Tag haben wird, weil ich nur bei Kunden bin oder sonst was organisieren muss, dann bekommt ihn mein Freund. Der ist Gott sei Dank auch selbständig und wir können uns immer schön einteilen, bei welchen Lieblingsmenschen er heute seinen Tag verbringen darf. Ich glaube auch, dass wenn man sich einen Hund holt ganz genau wissen sollte, dass man ein Netzwerk an Leuten hat die den Hund nehmen können. Also wohin geht er wenn ich mal schnell wegmuss, oder für ein paar Tage weg bin oder mal auf Urlaub fahre, wo es für ihn zu heiß wäre etc. Wir haben da ein größeres Netzwerk an sehr verlässlichen Menschen, die auch in ihn vernarrt sind und bei denen er sich auch wohl fühlt.

Wo liegen deiner Meinung nach die größten Herausforderungen beim Stadtleben mit Vierbeinern?

Öffentlich fahren ist für uns nicht immer das Leichteste, weil auch mit der Option bei kleinen Hunden des Aufhebens nicht immer allzu easy ist. Gerade im Winter, weil er aufgrund der Größe, dann auch am Bauch immer nass ist und das Aufheben nicht allzu leicht macht bzw. ich regelmäßig meine Mäntel verdrecke. Also es gehört halt einfach immer mehr Planung dazu, als wenn ich bei meiner Familie in Kärnten bin und einfach ins Auto einsteige, wenn ich wohin will oder ihn auch locker in den Garten rauslasse und dann kein schlechtes Gewissen habe, wenn er länger alleine ist.

Stadtleben mit Hund = doppelte Planung, ist nun mal so 🙂

Wo bist du am liebsten mit Karl unterwegs?

Er spielt nicht allzu gerne mit anderen Hunden, deswegen sind Spielzonen für uns eher irrelevant, aber unser Hauptgassigang ist der Augarten. Für uns auch die beste Option mit Hund, da er nicht nur wahnsinnig schön ist, 10min von unserer Haustüre entfernt, sondern auch weil er einer der einzigen Parks in Wien ist, wo manchmal ein Auge zugedrückt wird, wenn der Hund jetzt nicht immer 100% der Zeit eine Leine oben hat, wenn er brav bei Fuß geht.

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Hast du ein paar Tipps für das Stadtleben mit Hund, die du uns verraten möchtest?

Also ich habe mir inzwischen angewöhnt ihn nicht immer krampfartig überall mitzunehmen. Am Anfang wollte ich ihn natürlich überall dabei haben und dachte mir auch, dass er sicher traurig ist wenn er alleine zuhause ist. Inzwischen bin ich aber zu dem Entschluss gekommen, dass es manchmal einfach besser ist ihn jetzt nicht ins wahrscheinlich überfüllte Kaffee mitzuschleppen, sondern ihn einfach zuhause entspannen zu lassen. Das verlangt natürlich wieder ein bisschen mehr Planung (das Lieblingswort in dem Zusammenhang), weil man schauen muss wie lange man weg ist und das man danach noch die Zeit hat mit ihm länger rauszugehen, aber dafür haben wir beide eine angenehmere Zeit. Ich kann mich auf das Gespräch konzentrieren, weil ich mir nicht Gedanken machen muss, ob die nächste Person die reinkommt über meinen Hund drüber stolpert, oder ob dem Nebentisch das wohl Recht ist, dass sich Karl wieder ungefragt seine Streicheleinheiten einfordert, und er kann in der ruhigen Wohnung ein bisschen schlafen bis ich komme.

Was würdest du dir wünschen damit das Leben in der Stadt mit Hund sich für euch nocheinfacher gestaltet?

Mehr Zugänge zu Parks! Wir liegen im Sommer gerne mal am Wochenende in der Wiese im Park und dürfen in die Hälfte der Parks mit Hund trotz Leine einfach nicht rein. Hundezonen sind für uns nicht so wichtig, weil er sich nicht allzu sehr für andere Hunde interessiert, aber die Meisten sind trotzdem eine Zumutung. Das tut mir dann auch Leid für die Hunde und die Besitzer, die da rein müssen, damit ihr Hund ein bisschen mit Anderen spielen kann.

Zum Abschluss: Was ist für dich das Schönste am Zusammenleben mit einem Hund – gerade in der Wien?

Die Menschen. Man sagt ja immer der Wiener sei ein Grantler, aber mit einem liebenswürdigen Hund in der Hand und der passenden Leine, werden sogar die Ober im Cafè Prückel streichelweich.

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Ihr seid neugierig geworden? Auf ihrer Homepage und auf ihrer Facebookseite findet ihr weitere Informationen zu Herr Karl. 

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