• Nina, Christian & Bobby

    Nina, Christian & Bobby machen täglich gemeinsam die Stadt unsicher. Mittlerweile sind sie richtig angekommen – in einem kleinen Häuschen am Stadtrand.

    Erzählt uns bitte ein bisschen von eurer Geschichte: Wie habt ihr zueinander gefunden?

    Ich bin in einer großen Familie in einem Haus mit Garten in der Steiermark aufgewachsen und seit ich denken kann, waren Tiere um mich herum. Ich hatte daher immer schon eine ganz besondere Bindung zu Tieren, da sie mich stets durch mein Leben begleitet haben. Dann bin ich vor einigen Jahren nach Wien gezogen und auch wenn ich das Leben in der Stadt sehr genossen habe, habe ich schnell gemerkt, dass mir ein tierischer Begleiter an meiner Seite fehlt. Obwohl ich anfangs Bedenken hatte, ob sich ein Vierbeiner in meiner kleinen Stadtwohnung wohl fühlen würde, habe ich mich schließlich doch dazu entschlossen. Eine der wohl besten Entscheidungen meines Lebens: Im Tierschutzhaus Vösendorf lernte ich Bobby kennen, einen jungen Mischlingsrüden aus Rumänien – es war Liebe auf den ersten Blick. (Nina)

    Ihr seid ja letztes Jahr von der Innenstadt-Wohnug, in ein kleines Haus am Stadtrand gezogen, wie hat sich das auf euch und Bobby ausgewirkt?

    Anfangs war Bobby in meiner Stadtwohnung sehr unausgelastet – und obwohl ich viel mit ihm draußen war, war er sehr unsicher. Leider hatten meine Nachbarn nicht viel Verständnis für meinen neuen Mitbewohner und taten mir ihren Ärger bei jeder Gelegenheit kund – das hat natürlich auch mein Leben und meine Stimmung negativ beeinflusst; diese Tatsache hat sich bestimmt auch auf Bobby’s Gemüt ausgewirkt. (Nina) 

    Mit dem Umzug in unser kleines Häuschen am Stadtrand hat sich das verändert: Nicht nur, dass wir jetzt alle unter einem Dach leben, auch Bobby ist total aufgeblüht. Er hat die Möglichkeit, im Garten herumzutollen – gleichzeitig liegen die schönsten Strecken zum Spazieren gehen direkt vor der Haustür. Er ist richtig neugierig und ausgeglichen – genauso wie wir. Da es auch in der Nachbarschaft viele Hundebesitzer gibt, wurde Bobby direkt willkommen geheißen und das gibt uns allen dreien eine tolle Lebensqualität. 

    Beschreibt euren typischen (Stadt)-Alltag mit Hund.

    Gottseidank haben wir beide die Möglichkeit, Bobby ins Büro mitzunehmen – das erleichtert vieles. Außerdem liebt es Bobby, herumzufahren – egal ob mit dem Auto oder öffentlich. Bobby ist eigentlich immer mit von der Partie und das ist auch gut so. Und wenn wir dann doch mal was zu zweit unternehmen möchten, ist es für ihn mittlerweile auch kein Problem mehr, alleine zu sein, weil er sich zuhause einfach pudelwohl fühlt.  

    Wo liegen eurer Meinung nach die größten Herausforderungen beim Stadtleben mit Vierbeinern?

    Eine der größten Herausforderungen ist wohl die Nachbarschaft. Leider mussten wir in der Vergangenheit oft feststellen, dass die Toleranz fremder Menschen gegenüber Hunden und ihren Besitzern gering sein kann. Ich musste mir manchmal ernsthaft Gedanken machen, ob es sich lohnt, für ein paar Minuten beim Supermarkt ums Eck einkaufen zu gehen, da ich nicht wusste, was mich zuhause wieder erwartet. Das erschwert einiges. Dennoch denke ich, dass Wien im Vergleich zu anderen Großstädten sehr hundefreundlich ist, was Unternehmungsmöglichkeiten und die Infrastruktur betrifft. (Nina)

    Habt ihr ein paar Tipps für das Stadtleben mit Hund, die ihr uns verraten möchtest?

    Als wir noch in der Innenstadt gewohnt haben, bin ich von Anfang an mit Bobby rausgegangen, um ihn an das rege Treiben der Stadt zu gewöhnen. Dabei ist es wichtig, selbst gelassen zu bleiben und Ruhe auszustrahlen. Sobald man sich vom „Stress“ in den Straßen anstecken lässt, spürt das der Vierbeiner und dementsprechend unrund wird er. 

    Was würdet ihr euch wünschen damit das Leben in der Stadt mit Hund sich für euch noch einfacher gestaltet?

    Mittlerweile sind wir in der glücklichen Lage, uns ein Umfeld geschaffen zu haben, das für uns alle drei gut passt – ob im Alltag oder in der Freizeit. Wir wünschen uns trotzdem einen toleranteren Umgang zwischen den Menschen – mit und ohne Hund.

    Zum Abschluss: Was ist für euch das Schönste am Zusammenleben mit einem Hund – gerade in der Stadt?

    Wir glauben, es ist ganz egal, ob Stadt oder Land. Der Hund kann einem einfach sehr viel ehrliche Freude und Treue geben. Er ist bedingungslos an deiner Seite und nimmt dich ganz wertfrei – genauso wie du bist. Das erdet dich, gerade im schnelllebigen Stadtleben.