• Maddie & Mala

    Als Dariadaria ist sie mittlerweile vielen Österreicherinnen und Österreichern bekannt: Wer Maddie auf ihrer Reise durchs Leben folgt, kennt aber mit Sicherheit auch ihre vierbeinige Begleiterin Mala – denn die ist mindestens ein genauso wichtiger Bestandteil wie die Themen Nachhaltigkeit, Veganismus und Zero Waste, denen sich die Bloggerin verschrieben hat. 

     

    Die Stadthunde Madeleine Alizadeh Mala Portrait Adopt don’t shop Tierschutz Jolly Schwarz Photography Alexandra Stalzer Grafikdesign Wien Hunde Stadt

    Erzähl uns bitte ein bisschen von eurer Geschichte: Wie habt ihr zueinander gefunden?

    Mala ist Februar 2014 recht spontan in mein Leben getreten. Alles begann damit, dass ich “in einem Jahr mal einen Hund retten möchte”, aber nach einem Abend auf der Couch und vielen Tierschutzinseraten später zog Mala kurz darauf bei mir ein. Sie kommt aus Serbien, war kein Welpe, als ich sie adoptiert habe, und kam über Tierschutz direkt nach Österreich.

    Du lebst sehr nachhaltig & umweltbewusst. Hast du Tipps zu einem nachhaltigen & umweltbewussten Leben mit Hund?

    Das ist schwierig. Ich versuche, Dosenmüll so gut es geht zu vermeiden und große Gebinde zu kaufen. Eine wirkliche Alternative zum Gackisackerl habe ich nicht gefunden, zumal man die aus Maisstärke in Wien gar nicht in die Bio-Tonne schmeißen darf. Angeblich hat ein Hund einen ökologischen Fußabdruck wie ein Auto!

    Bitte beschreib deinen typischen (Stadt)-Alltag mit Hund.

    Nicht sehr aufregend. Mala kommt meistens mit mir mit, sie fühlt sich wohl in der Stadt, aber am schönsten sind natürlich unsere Mini-Wanderungen und Ausflüge in den Wienerwald.

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    Wo liegen deiner Meinung nach die größten Herausforderungen beim Stadtleben mit Vierbeinern?

    Trotz gestresstem Stadtleben auch mal raus zu kommen, die Natur zu genießen. Sonst finde ich Wien sehr hundefreundlich, es gibt zum Beispiel kaum Lokale, wo Hunde nicht erlaubt sind.

    Hast du ein paar Tipps für das Stadtleben mit Hund, die du uns verraten möchtest?

    Den Hund am besten so früh wie möglich an alle Einflüsse der Stadt gewöhnen. Als ich Mala zum ersten Mal den Beißkorb drauf gegeben habe, habe mich kein großes “Tamtam” gemacht und einfach so getan, als wäre es das Normalste auf der Welt. Ich habe sie immer überall hin mitgenommen, damit sie lernt, mich zu begleiten. Natürlich kann ich aber nur davon sprechen, wie es ist, einen kleinen Hund zu haben. Bei größeren Hunden ist das bestimmt ganz anders!

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    Was würdest du dir wünschen damit das Leben in der Stadt mit Hund sich für euch noch einfacher gestaltet?

    Mehr grüne Hundezonen wären top!

    Zum Abschluss: Was ist für dich das Schönste am Zusammenleben mit einem Hund – gerade in Wien?

    Ein Hund ist einfach ein schöner Lebensbegleiter, egal wo auf der Welt!

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    Madeleine Alizadeh ist keine typisch „Lifestyle-Bloggerin“,  auf ihrem Blog Dariadaria spricht sie oft wichtige gesellschaftliche & politische Themen an wie z.B. Nachhaltigkeit & Tierschutz.

  • Jaqueline & Frederik

    Jaqueline & Frederik verbindet ein starkes Band. Das spürt man sofort wenn man auf die Beiden trifft. Sie sind ein wundervolles Beispiel für die innige und bedingungslose Beziehung zwischen Hund und Mensch.

     Die Stadthunde Jaqueline Scheiber Minusgold Schriftstellerin Portrait Jolly Schwarz Photography Alexandra Stalzer Grafikdesign Wien Hunde Stadt
    ERZÄHLT UNS BITTE EIN BISSCHEN VON EURER GESCHICHTE: WIE HABT IHR ZUEINANDER GEFUNDEN?

    Für mich war schon sehr lange klar, dass ich früher oder später eine Hundebesitzerin werde. Da ich einen sehr durchstrukturierten und stressigen Alltag durch Teilzeitarbeit und Vollzeitstudium habe, wollte ich das eigentlich erst nach meinem Abschluss angehen. Als mein Partner starb, war das eine Kurzschlussreaktion. Ich ging online und suchte nach einem Hund, der am ehesten wie ein Frederik aussieht (so hat er meistens alle Hunde genannt) und fand schließlich meinen Frederik im ungarischen Tierschutz.

    BITTE BESCHREIBe deinen TYPISCHEN (STADT)-ALLTAG MIT HUND.

    Unser typischer Alltag ist jeden Tag auf’s neue untypisch. Kein Tag gleicht dem anderen, nachdem ich auch keine fixen Arbeits- oder Unitage habe ist alles immer verschieden. Frederik hat von Anfang an gelernt, dass es weder fixe Spaziergeh- noch Essenszeiten gibt. Morgens und Abends ist es aber meistens ähnlich. Ich jongliere mit meinen Eltern und einer Freundin die Zeiten, in denen ich nicht Zuhause bin und versuche Abenteuer für Frederik einzuplanen, wenn ich mal ein paar Stunden frei habe. Wir sind beide nicht die größten Frühaufsteher, weswegen jeder Tag erstmal mit kuscheln und sleeping in beginnt (sofern das Termintechnisch drin ist). Ansonsten kommt Frederik fasst überall hin mit, es ist total unkompliziert mit ihm in den Öffis unterwegs zu sein und auch in Cafés und Restaurants fällt er kaum auf. Dadurch ist er mein ständiger Begleiter geworden.

    Du arbeitest als Sozialarbeiterin, planst du Fredi mit in deine Arbeit einzubauen?

    In meiner derzeitigen Arbeitsstelle ist es leider nicht möglich ihn mitzunehmen, aber langfristig gesehen strebe ich auch eine Therapiehundausbildung mit ihm an und würde mir nichts mehr wünschen, wenn er auch aktiv an meiner Arbeit als Sozialarbeiterin teilhaben könnte.

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    WO LIEGen deiner MEINUNG NACH DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN BEIM STADTLEBEN MIT VIERBEINERN?

    Die größte Herausforderung ist meine Meinung nach dem Hund mit den eigenen zeitlichen Ressourcen gerecht zu werden. Da es in meiner Umgebung nicht unbedingt große Auslaufmöglichkeiten gibt, muss ich immer mindestens zwei Stunden einplanen um ihn mal richtig auszupowern. Das ist leider nicht jeden Tag drin, obwohl ich mir das für ihn wünschen würde.

    Hast du EIN PAAR TIPPS FÜR DAS STADTLEBEN MIT HUND, DIE du UNS VERRATEN MÖCHTEST?

    Vernetzung ist alles! Andere HundebesitzerInnen kennenzulernen ist das A und O in der Stadt finde ich. Man plant gemeinsame Aktivitäten und die Hunde haben auch Spaß dabei. Außerdem ist der Lebensrhythmus ähnlich abgestimmt und man feiert beispielsweise hundefreundliche Hauspartys. So kommt man auch an Geheimtipps und jeder kennt seine Gegend hundetechnisch am Besten, wodurch ein guter Stadtüberblick entsteht. Ich genieße den Austausch sehr und Frederik geht’s damit genauso denk ich.

    WAS WÜRDEst du dir WÜNSCHEN DAMIT DAS LEBEN IN DER STADT MIT HUND SICH FÜR dich NOCH EINFACHER GESTALTET?

    Mehr Hundefreundlichkeit im Allgemeinen. Viele Hundezonen sind derart lieblos und lächerlich, dass einem das Herz blutet wenn man notgedrungen da rein muss. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln finde ich liegt noch Verbesserungsbedarf vor, vor allem weil man für seinen Hund genauso ein Ticket lösen muss und dieser dann oft nicht so behandelt wird, als wäre er/sie ein vollwertiger Fahrgast (mit Anspruch auf Raum und Komfort)

    ZUM ABSCHLUSS: WAS IST FÜR dich DAS SCHÖNSTE AM ZUSAMMENLEBEN MIT EINEM HUND – GERADE IN DER STADT?

    Das Schönste für mich war, wie sich die Stadt verändert hat. Ich bin ein großer Wienfan und seit Frederik und ich unseren gemeinsamen Weg bestreiten, habe ich durch ihn so viele neue Ecken entdeckt, achte viel mehr auf die Natur und denke für ihn mit. Das hat die Stadt um ein vielfaches freundlicher und grüner gemacht. Wir haben großen Spaß daran gemeinsam zu trainieren und das ist eine Sache, die unbezahlbar ist: eine Beziehung, wo beide aufeinander Vertrauen macht die kleinen Herausforderungen der Stadt sofort wieder wett. Ich möchte nie wieder auf meinen kleinen Wolf verzichten müssen.

    Die Stadthunde Jaqueline Scheiber Minusgold Schriftstellerin Portrait Jolly Schwarz Photography Alexandra Stalzer Grafikdesign Wien Hunde Stadt

    PS: Außer Hundemama ist Jaqueline auch als Schriftstellerin unter dem Synonym Minusgold bekann.
    Hier kommt ihr zu ihrem Blog: MINUSGOLD